Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, hat er sein Erbarmen im Zorn verschlossen? (Psalm 77,10)


Mit vollem Einsatz - Leben mit Verheißung

"Mit vollem Einsatz" - Konfirmationspredigt am 15. Mai 2022 in Großschönau
von Pfr. Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde, liebe Konfirmanden,
ein ganz besonderer Tag ist das heute, für euch, liebe Konfirmanden, und für eure Familien. „Mit vollem Einsatz“ – Leben mit Verheißung, so lautet das Motto für diesen Gottesdienst und es klingt das Thema Sport an. Kaum eine Konfirman­den­gruppe vor euch war so sportbegeistert. Manche von euch kamen regelmäßig mit Fußballschuhen in die Konfi-Stunde. Weil es nach dem geistlichen Training gleich zum Fußballtraining ging. Einige von euch machen Leicht­athletik oder Ski­springen, andere rauschen mit dem Fahrrad in atemberau­bender Ge­schwindigkeit unwegsame Bergstrecken hinunter – Downhill sagt man, glaube ich, neudeutsch dazu. Wieder andere sind auf der Fahrradcrossstrecke unterwegs und diese Aufzählung ist noch nicht einmal vollständig.

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Was für eine Frage!

Predigt Misericordias Domini, in Lückendorf, 1. Mai, Joh 21,15-19
von Pfarrerin Christin Jäger

Liebe Gemeinde,
eine Familie ist in den Urlaub gefahren. Die Kinder spielen im Sand und bauen Sandburgen und die Eltern erholen sich von ihrer anstrengenden Arbeit. Endlich mal die Seele baumeln lassen. Die Wellen rauschen und bahnen sich ihren Weg. Der Blick hinaus aufs weite Meer beruhigt. Überall das weite blaue Meer, kein Land in Sicht. Es wirkt alles so friedlich. Die Kinder bauen weiter an ihren Tröpfelburgen. Irgendwann stupst eines der Kinder die Mutter an. Das Kind schaut der Mutter tief in die Augen und fragt: Hast du mich lieb? Hast du mich lieber als die? Die Mutter ist leicht irritiert. Natürlich liebt sie ihre Kinder. Das Kind stellt diese Frage mehrmals. Was ist nur geschehen?

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Was ich bin, wirst du sein.

Andacht am Ostermorgen auf dem Friedhof zu Markus 16,1-8
von Pfarrer Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde,
auf einmal ist alles anders. Die trauernden Frauen hatten sich vorgenommen, den Leichnam Jesu zu salben, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Was ihre Gedanken bestimmt, das ist der schwere Stein und das nicht-Wissen, wie er weggerollt werden soll: „Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?“ Dabei weiß ich gar nicht, was schwerer sein wird, das körperlich Schwere, also das Wegwälzen eines Steines, oder das seelisch Schwere, wenn es heißt, den Menschen, mit dem man wertvolle Momente und Jahre geteilt hat, anzurüh­ren und zu erschrecken vor der Kälte des einst warmen Körpers. - Doch der nächste Schritt ist immer der schwerste, darum die Frage: „Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?“

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Ein Zuschauen, das dich verändert

Predigt zu Karfreitag über Lukas 23,32-49
von Pfarrer Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde,
in dem Passionslied, das wir nach der Predigt singen, heißt es: „Herr stärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Macht des Bösen uns zu erlösen.“ (EG 91,1)
   Und in der Tat, es braucht Kraft und auch Überwindung, sich die Bilder des Leids anzuschauen, das die Berichte über die Kreuzigung Jesu uns da vor Augen führen. Möglicherweise ist auch das ein Grund, warum der Karfreitag mit dem Bedenken des Leids mit Ostern und seiner Freude nicht mithalten kann. Und doch geschieht hier und heute zu Karfreitag etwas Unverzichtbares; und doch ergehen sich die Berichte über den Tod Jesu nicht in Gewaltschilderungen, sondern erzählen bereits durch das Dunkel hindurch vom Licht. Besonders ist mir das dieses Jahr beim Evangelisten Lukas aufgefallen, der die Kreuzigung Jesu so beschreibt:

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Lass dich unterbrechen!

Predigt am 10.04.2022 zu Joh 17,1-8 in Hörnitz und Waltersdorf
von Pfarrerin Christin Jäger

Liebe Gemeinde,
ein altes, moosbewachsenes graues Kirchlein steht auf einer Anhöhe und schaut nach Süden. Die Sonne beleuchtet das Kirchendach und einen Teil des Turmes, sie beleuchtet auch die schwere Glocke aus Bronze. Achtmal am Tag erklingt diese Glocke als Zeichen für die Ordensbrüder, ihre Arbeit liegen zu lassen und sich zu versammeln. Zur Ehre Gottes haben sie ihre Schaufeln, Federn und Kochlöffel hingelegt und sich im Chorraum der Kirche zum Gebet versammelt. Die alten Väter des Mönchtums wussten, dass Gebete ganz besondere Zeiten sind. Im Gebet wird der geregelte Ablauf des Tages unterbrochen und es tritt ein kurzer Moment der Ruhe dazwischen. Gebete nehmen uns heraus aus dem strömenden Fluss der Ereignisse. Wir sitzen eine gewisse Zeit wie auf einem Stein im Wasser und haben die Möglichkeit uns mit Gott zu besprechen, bevor wir weiterschwimmen können und sollen. Gebete sind nicht fromme Termine in unserem Kalender, sondern sie unterbrechen uns in unserem Tun und lassen uns zum Himmel blicken.

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Konfirmandenvorstellung

Predigt vom 27.3.22 - Konfirmanden dieses Jahres stellen sich und ihre Konfirmationsverse im Gottesdienst vor

Liebe Gemeinde,
es ist mittlerweile eine kleine Tradition, dass die Konfirmanden sich ihre Konfirmationsverse selbst aussuchen und sich dann auch Gedanken dazu machen, was die Verse ihnen bedeuten. So entstehen kleine Texte und persönliche Erklärungen zu diesen Versen. Hier sind sie jetzt zu lesen. 

Annika Werner aus Hainewalde
Mein Konfivers lautet: „Du bist meine Zuflucht, ein starker Turm, wenn der Feind mich bedroht. Ich möchte immer in deinem Tempel bleiben und mich bergen im Schutz deiner Flügel.“
Der Spruch steht im Alten Testament, Psalm 61 Vers 4–5. In dem Vers betet David zu Gott und bittet ihn um seine Unterstützung, als er am Ende seiner Kräfte war und sich nicht mehr zu helfen wusste. In dem Spruch soll Gott ein schützender Turm sein, wenn der "Feind"/Bedrohung kommt, ein Ort der Sicherheit. Der Tempel soll ein Zufluchtsort sein und die Flügel Gottes bringen einen dorthin und geben Schutz, Wärme, Liebe und Geborgenheit. Ich habe mir den Spruch ausgesucht, weil man ab und zu mal nicht weiter weiß, aber ich mir immer sicher sein kann, dass Gott für mich da sein wird, wo ich auch bin. Es ist schön zu wissen, dass ich mit jedem Problem oder mit jeder Sorge zu Gott kommen kann und um Hilfe bitten kann. „Du bist meine Zuflucht, ein starker Turm, wenn der Feind mich bedroht. Ich möchte immer in deinem Tempel bleiben und mich bergen im Schutz deiner Flügel.“

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Vom Schlaf der Kirche

Predigt am 13.3.2022 über Markus 14,32-42 - von Pfr. Gerd Krumbiegel
 
Liebe Gemeinde,

es heißt, der Kirchenschlaf sei der gesün­deste. Ob es eine wissenschaftliche Unter­suchung dazu gibt, wüsste ich gern, und natürlich auch, warum ein Schlaf in der Kirche auf den wenig komfortablen Bänken so gesund sein soll. Wir müssen das für heute offenlassen. - Allerdings gibt es auch einen gefährlichen Schlaf. Von dem berichtet Albert Schweizer vor gut einhundert Jahren folgendes:
  „Ihr wisst“, schreibt er, „Ihr wisst, dass im Innern von Afrika die Schlafkrankheit herrscht. Zuerst werden die Leute ein klein wenig matt, dann immer mehr und mehr, bis sie zuletzt immer wieder schlafend daliegen und an Entkräftung sterben.
    Der berühmte Professor Koch aus Berlin war vor eineinhalb Jahren in jenen Gegenden, um die Schlafkrankheit zu studieren und entdeckte die Anfänge des Übels an vielen, die ihn deshalb auslachten und sagten, sie fühlten sich ganz wohl, und er wusste doch ganz sicher, dass sie schon angesteckt waren, und bedauerte, dass sie sich nicht in Pflege begeben wollten. Und so,
schreibt Albert Schweizer weiter, und so gibt es auch eine Schlafkrankheit der Seele, bei der die Hauptgefahr ist, dass man sie nicht kommen fühlt; darum müsst ihr auf euch achten.“(1)

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Glück und Klage

Predigt am 6.3.2022 über 2.Korinther 6,1-10 - von Pfr. Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde,
in unserem Leben findet sich Gegen­sätzliches, die Freude und der Schmerz, das Glück und die Klage, das Lachen und das Weinen, die Kraft und das Schwachsein, das Aufatmen und das Bedrücktsein, der Erfolg und das Misslingen. Diese Aufzählung ließe sich noch weiter fortsetzen. Es wird niemand bestreiten, dass das Leben beide Seiten kennt, auch wenn bei jedem einzelnen von uns das Mischungsverhältnis doch sehr verschieden ausfällt. Und es besteht wohl kein Zweifel, welche der beiden wir wählen würden, wenn wir wählen könnten. Während auf der einen Seite das Leben pulsiert, scheint es auf der dunkleren Seite zum Stillstand zu kommen und uns das Heft des Handelns aus der Hand zu nehmen.
  In unserem Predigttext erzählt nun Paulus von solchen Gegensatzerfahrungen in seinem Leben. Bemerkenswert daran ist, dass es für Paulus beide Seiten zugleich geben kann, dass er gleichsam auch in der Trauer einen Grund zur Freude findet. Und bemerkenswert ist außerdem, dass Paulus einen Weg beschreibt, der wieder handlungsfähig macht, und zwar gerade in einer Situation, die wir oft als rein passiv wahrnehmen. So z.B. wenn wir vom Erleiden und Erdulden sprechen, also von etwas, wo uns selbst eher die Hände gebunden sind. Und so schreibt er in seinem 2. Brief an die Korinther im 6. Kapitel:

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Schärfer als ein Schwert - Gottes Wort

Predigt am 20.2.2022 über Hebräer 4,12-13 - von Pfr. Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde,
Sie kennen die Szene vermutlich. Entweder aus einer der Arztserien oder aus einem Bericht:(1) Geflieste Wände, weißes Licht, Mundschutz, grüne Kittel. Hände werden gewissenhaft bis zum Ellenbogen desinfiziert. Röntgenbilder hängen an einer erleuchteten Wand, Befunde werden sortiert. Und nochmal ein großer grüner Kittel wird übergestreift. Alles geschieht in Routine, zielgerichtet und konzentriert. Sterile Instrumente werden vorbereitet und ausgelegt. Ein eingespieltes Ritual. Jetzt kein überflüssiges Wort mehr. Der Patient atmet tief und ist weitgehend mit grünen Tüchern abgedeckt; nur auf dem Brustkorb ist eine Stelle freier Haut zu sehen. Zu hören sind nur die gleichmäßigen Herztöne. Dann sagt eine Stimme ruhig aber bestimmt: „Skalpell bitte.“
   „Denn“, so heißt es im Brief an die Hebräer: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.“

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Worauf schauen wir? Auf die nächste Welle oder auf Christus?

Predigt am 6.2.2022 über Matthäus 14,22-33 - von Pfr. Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde,
Wir haben den Predigttext schon als Evangeliumslesung gehört, hier noch einmal ein Wort daraus: „Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin´s; fürchtet euch nicht.“ Der Herr segne an uns sein Wort. Amen.
   Was für eine packende Geschichte! Man weiß gar nicht, auf welches Detail man zuerst schauen soll. Was aber nach und nach unseren Blick am meisten auf sich lenkt, das ist das Wunder, dass Jesus hier übers Wasser geht. Und das schiebt sich so sehr als inneres Bild in unsere Vorstellung, dass es fast schon zum Hindernis werden kann; die Faszination wie das wohl möglich ist, lenkt unseren Blick damit ab von dem, was uns die Geschichte eigentlich sagen will. Und so haben es viele unternommen, dieses Wunder zu erklären, sei es durch schwimmende Holzbalken, auf denen Jesus sich bewegt habe, oder eine optische Täuschung der Jünger, denn Jesus sei in Wirklichkeit am Rand des Ufers gelaufen(1, S.152). Und jüngst der Ozeanologe Doron Nof von der Universität Miami, der meint, in der Zeit zwischen dem Jahr 600 vor Christus und 500 nach Christus haben am See Genezareth besonders harte klimatische Bedingungen geherrscht. Teile des Sees Genezareth seien damals mit einer Eisschicht zugefroren gewesen, die einen Menschen tragen konn­ten; Jesus wäre demnach auf einer Eisscholle unterwegs gewesen.(2)

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Suche nach Gottesbegegnung

Predigt vom 30.1.2022 zu 2.Mose 34,29-35 - von Pfr. Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde,
eine Gottesbegegnung, das suchen viele von uns; eine Gotteserfahrung, das wünschen wir uns; wo die Unsicherheit dessen, was man eben nur glauben kann, einmal von uns abfällt; wo die Zweifel verfliegen und wo Klarheit herrscht; Eindeutigkeit und unverstellte Gottesnähe. Und davon erzählt die heutige Lesung: Jesus, dessen Angesicht wie die Sonne glänzt und Petrus, der diesen Moment festhalten will und Hütten bauen und sich darin einrichten will.
   Jesus hat den drei Jüngern geboten, von ihrer Gottesbegegnung zu schweigen. Doch wird man ihnen nicht angesehen haben, dass da etwas Außerordentliches passiert war auf dem Berg? War das eventuell ein Schutz für die drei, weil Jesus wusste, je näher die Gottesbegegnung, desto weiter bleiben die Worte dahinter zurück und je größer die Gefahr zu zerreden, was man erlebt hat. Erst im Licht der Auferstehung wird deutlich, was hier eigentlich geschehen ist.

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Von einem Vertrauen, das Grenzen überwindet

Das Ende allen Befehlens und Rechthabens liegt in unserem Angewiesensein
"Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."
Eine Predigt zu Mt 8,5-13 - von Pfr. Gerd Krumbiegel. 

Der Predigttext:
Der Hauptmann von Kapernaum
Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er's. Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die äußerste Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.

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Kraut und Unkraut im Jahr 2021

Von tückischem Giersch, falschen Radikalkuren und einer himmlischen Scheunenfete.
- Silvesterpredigt über Mt. 13,24-30 - von Pfr. Gerd Krumbiegel

Liebe Gemeinde,
bei den milden Temperaturen zum Jahreswechsel beginne ich mit einem Blick in die Gartensaison. In seinem launigen Buch: „Der kleine Gartenversager – vom Glück und Scheitern im Grünen“ beschreibt Stefan Schwarz seine Begegnung mit einer Pflanze, die ihn viel Zeit und Nerven kostete:
   „Vor keinem Lebewesen bin ich öfter niedergekniet als vor Giersch. Giersch ist zwar essbar, aber er wächst wo er will. Er versteckt sich unter unseren Himbeersträuchern und wehrt sich gegen seine Vernichtung, indem er seine Wurzeln mit denen der Himbeere verknotet, wie ein Kind, das sich in die Arme der Mutter krallt, um nicht zum lieben Onkel Doktor gereicht zu werden. Ich habe trotzdem einen gewissen Ehrgeiz, den Giersch wenigstens kleinzuhalten. Himbeeren sind mein Liebstes, und ich möchte zwischen ihnen einhergehen und nicht ständig von den Stängeln dieses Kaninchenfutters zu meinen Füßen behindert werden. Also knie ich im Frühjahr im Himbeerbeet und versuche auszugraben und herauszuziehen, was so hochkommt. Wahrscheinlich werde ich von diesem Knien im kalten Erdreich irgendwann Rheuma bekommen, was die Absicht des Giersch zu sein scheint, denn er ist ein traditionelles Mittel gegen Rheumaschmerzen und so schließt sich der Kreis.“(1)

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Mehr Demut wagen

Eine Predigt zu Psalm 85 - vom 7.11.2021

Predigt am 7.11.2021 in Großschönau und Hörnitz - Pfr. Gerd Krumbiegel

Predigttext: Psalm 85
1 Ein Psalm der Korachiter, vorzusingen. 2 HERR, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande und hast erlöst die Gefangenen Jakobs; 3 der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und all ihre Sünde bedeckt hast; 4 der du vormals hast all deinen Zorn fahren lassen und dich abgewandt von der Glut deines Zorns: 5 Hilf uns, Gott, unser Heiland, und lass ab von deiner Ungnade über uns! 6 Willst du denn ewiglich über uns zürnen und deinen Zorn walten lassen für und für? 7 Willst du uns denn nicht wieder erquicken, dass dein Volk sich über dich freuen kann? 8 HERR, zeige uns deine Gnade und gib uns dein Heil! 9 Könnte ich doch hören, was Gott der HERR redet, dass er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf dass sie nicht in Torheit geraten. 10 Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn fürchten, dass in unserm Lande Ehre wohne; 11 dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; 12 dass Treue auf der Erde wachse und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; 13 dass uns auch der HERR Gutes tue und unser Land seine Frucht gebe; 14 dass Gerechtigkeit vor ihm her gehe und seinen Schritten folge.

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Ev.-Luth. Kirchgemeinde Großschönau 
Hauptstr. 55
02779 Großschönau
Tel: 035841/ 35776
Fax: 035841/ 67715
Email: kg.grossschoenau@evlks.de
Pfarrer Gerd Krumbiegel
Tel. 035841/ 67716

Pfarrerin Christin Jäger
Tel.: 0162 573 9970
Mail: Christin.Jaeger@evlks.de
Sprechzeit: montags 14.00-15.00 Uhr
in Hainewalde auf der Bergstraße 27
 
Öffnungszeiten des Pfarramtes
Großschönau, Hauptstraße 55: Di. und Do. 8.30 – 12.00 Uhr
und 14.00 – 17.30 Uhr
Hainewalde, Bergstr. 27: Montag 15.00 – 17.00 Uhr
Hörnitz, Zittauer Str. 12: Dienstag 16.00 – 18.00 Uhr
Waltersdorf Dorfstraße 75: Mittwoch 14.30 – 16.30 Uhr

Friedhofsangelegenheiten Hainewalde: Herr Andreas Großer Montags 15.00-17.00 Uhr im Hospital, am Kirchberg 6, in Hainewalde

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